Krypto-Firma in Serbien gründen – Lizenz, Regulierung und Setup 2026
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Krypto-Firma in Serbien gründen – Lizenz, Regulierung und Setup 2026

Ratgeber · Exgentum · Serbien

Serbien hat 2021 eines der klarsten Krypto-Regulierungsrahmen in Europa eingeführt. Wer eine Krypto-Firma gründen oder Krypto-Dienstleistungen anbieten will, hat in Serbien einen definierten legalen Weg – mit klaren Lizenzkategorien, einer zuständigen Behörde und einem vergleichsweise niedrigen Regulierungsaufwand gegenüber der EU.

Rechtsgrundlage: Zakon o digitalnoj imovini

Das serbische Gesetz über digitale Vermögenswerte (Zakon o digitalnoj imovini, 2021) ist die primäre Rechtsgrundlage für alle Krypto-Unternehmen. Zuständige Aufsichtsbehörde: die Komisija za hartije od vrednosti (KHoV) – die Wertpapierkommission Serbiens.

Lizenz-Kategorien nach serbischem Krypto-Recht

Das Gesetz unterscheidet verschiedene lizenzpflichtige Tätigkeiten:

1. Virtueller Währungsanbieter (VASP)

Für Unternehmen, die:

Anforderungen: Lizenzantrag bei KHoV, AML/KYC-Programm, Mindesteigenkapital, Compliance-Beauftragter.

2. Token-Emittent

Für Unternehmen, die eigene Token emittieren (ICO/STO). Whitepaper-Pflicht, Genehmigung durch KHoV.

3. Handelsplattform für digitale Assets

Für betrieb einer organisierten Handelsplattform (Exchange). Höchste Anforderungen, inklusive Kapitalanforderungen und laufender Aufsicht.

Was braucht keine Lizenz?

Wichtige Abgrenzung: Nicht jede Krypto-Aktivität ist lizenzpflichtig:

Gründung einer Krypto-d.o.o. ohne Lizenzpflicht

Wenn Sie eine IT-Firma gründen, die Blockchain-Software entwickelt oder für Krypto-Unternehmen arbeitet, brauchen Sie keine VASP-Lizenz. Eine reguläre d.o.o.-Gründung reicht. Das ist der einfachste Weg für viele Krypto-Entwickler und -Berater.

VASP-Lizenzierungsprozess

Für lizenzpflichtige Aktivitäten:

  1. d.o.o. gründen (als rechtliche Grundlage)
  2. AML/KYC-Programm ausarbeiten (Geldwäscheprävention)
  3. Compliance-Beauftragten benennen
  4. Lizenzantrag bei KHoV einreichen
  5. Eigenkapitalnachweis erbringen (je nach Kategorie: ab 50.000 €)
  6. IT-Sicherheitsaudit (für Custody, Handelsplattformen)
  7. Genehmigung durch KHoV (mehrere Wochen bis Monate)

Kosten VASP-Lizenz (ohne Eigenkapital): Beratung und Antragstellung ca. 5.000–20.000 € (je nach Kategorie und Beratungsaufwand).

Krypto-Steuer für d.o.o.

Eine serbische d.o.o., die Krypto-Einnahmen erzielt:

Vorteile Serbien vs. EU für Krypto-Unternehmen

FaktorSerbienEU (Deutschland)
RegulierungsrahmenKlares nationales Gesetz, schlankMiCA (komplex, in Umsetzung)
LizenzierungsaufwandModeratHoch (MiCA-Anforderungen)
KSt auf Krypto-Gewinne15%15% KSt + bis 15% GewSt
CRS-MitgliedNeinJa
Token-EmissionKlares VerfahrenKomplex, noch im Aufbau
FachkräfteGünstig, qualifiziertTeuer

Praktische Hinweise für Krypto-Startups

Fazit

Serbien ist ein interessanter Standort für Krypto-Startups, die einen klaren regulatorischen Rahmen suchen, ohne sich dem vollen MiCA-Aufwand zu stellen. Für reine Software-Entwicklung oder nicht-lizenzpflichtige Krypto-Aktivitäten reicht eine reguläre d.o.o. Für VASP-Aktivitäten ist der Lizenzierungsweg klar definiert und machbar.

Weiterführend:

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